Online-Mediation in Zeiten der Corona-Krise

Die Einschränkungen der letzten Wochen stellen vielfältige Herausforderungen an jeden Einzelnen. Die Kommunikationskanäle sind andere geworden: Arbeit im Homeoffice, kein direkter persönlicher Kontakt mit den KollegInnen, rigide Ausgangsbeschränkungen, Kinder die weder zur Schule noch zu anderen Kindern dürfen, Familienmitglieder die ohne individuelle Ausweichmöglichkeiten viel mehr Zeit als sonst miteinander verbringen - dies sind nur einige Beispiele für konfliktträchtige Situationen.

MediatorInnen bieten  sowohl im wirtschaftlichen als auch im familiären Bereich die Möglichkeit einer telefonischen Klärung und der Online-Mediation. Die Mediation findet dabei nicht in direkten Gesprächen sondern in Online Sitzungen statt.

Für alle Bereiche gelten auch die Grundsätze der klassischen  Mediation.

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Susanne Lederer

Besonderheiten der Online-Mediation:

In einer klassischen Mediation kommen alle Beteiligten an einen Tisch.  Online-Mediation bietet die Möglichkeit der Mediation, wenn ein persönliches Treffen nicht möglich ist: in Zeiten der Corona-Krise, bei großer räumlicher Entfernung oder wenn ein persönliches Treffen aufgrund persönlicher Überlegungen nicht gewünscht ist.

In einer Online-Mediation findet dieses Treffen in einem virtuellen Raum im Internet statt. Dafür ist die Nutzung eines Internet-Dienstes notwendig. Zu bedenken ist dabei:

Kommunikation

Die Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten sind eingeschränkter als im direkten Gespräch – es empfiehlt sich, vorab mit der Form der Kommunikation vertraut zu werden.

Datenschutz

Es gelten die Datenschutzbestimmungen des gewählten Internet-Dienstes – es empfiehlt sich, diese vorab durchzulesen und zu prüfen.

Vertrauen

Das gegenseitige Vertrauen sollte insofern vorhanden sein sollte, dass ein Missbrauch der Daten nicht anzunehmen ist.

Checkliste für Online-Mediation

Checkliste Online Mediation