Am 7. Juli 2026 haben wir uns im Pfarrsaal der Herz-Jesu-Kirche in Graz fünf Stunden Zeit genommen — für eine Frage, die uns alle betrifft: Wohin soll sich das MediationsInstitut entwickeln?
Das mi ist aus jener Gruppe entstanden, die über zehn Jahre den „Tag der Mediation“ getragen hat. Seit dieser gemeinsame Anlass weggefallen ist, läuft vieles weiter — Expert Talks, Intervision, Website, der pädagogische Bereich —, aber die gemeinsame Zugkraft ist eine andere geworden. Das war unser ehrlicher Ausgangspunkt. Statt im Kleinen darüber zu grübeln, haben wir es gemeinsam neu gedacht.
Vorbereitet haben wir die Klausur mit einer anonymen Umfrage unter allen Mitgliedern — damit auch die Stimmen derer am Tisch lagen, die nicht dabei sein konnten. Der Nachmittag selbst lebte von Einzelarbeit, Kleingruppen und Plenum: eine Standortbestimmung („Das mi ist für mich …“), ein Blick darauf, was das mi aktuell alles tut, und zwei Blöcke zu der Frage, was uns wirklich begeistert — und wozu wir bereit sind, beizutragen. Zum Schluss ging es um Verbindlichkeit: Welche Vorhaben nehmen wir mit, und wer trägt sie?
Geblieben ist vor allem eine sehr spürbare, positive Energie im Raum — und die Erfahrung, dass sich Offenheit auszahlt, wenn man die unangenehmen Fragen zuerst stellt.