Gemeinsam mit den Parteien erstellt der Mediator eine Timeline: Auf einer Linie werden die wichtigen Konflikt-Ereignisse mit Datum eingetragen (z. B. Mai: erstes Streitgespräch, Juli: Beschwerde eingereicht, Oktober: Eskalation X). Jede Partei steuert ihre Sicht der zeitlichen Abfolge bei. Unterschiedliche Darstellungen werden nebeneinander sichtbar – so kann man diskutieren, warum z. B. ein Vorfall für einen früher, für den anderen später als „Beginn“ des Konflikts gilt. Der Zeitstrahl hilft, den Konfliktverlauf objektiv nachvollziehbar zu machen. Er schafft oft Verständnis dafür, wie es zur Eskalation kam und wer welche Informationen wann hatte. Außerdem wird deutlich, wo eventuelle Lücken oder falsche Annahmen über die Vergangenheit bestehen, die korrigiert werden können.
Klärung der Fakten und Reihenfolge der Ereignisse. Unterschiedliche Erinnerung offenlegen, um Missverständnisse zu bereinigen.