Der Mediator initiiert eine Runde, in der jede Partei etwas Positives über die andere sagt. Beispiele: „Ich schätze an dir, dass du ein guter Vater für unsere Kinder bist.“ – Solche Aussagen müssen ehrlich und konkret sein. Falls nötig, hilft der Mediator, etwas Geeignetes zu finden. Diese bewusste Fokussierung auf Ressourcen und Stärken der anderen Seite mildert negative Gefühle. Oft ändert sich danach spürbar die Stimmung im Raum: Aus Gegnern werden wieder Menschen mit liebenswürdigen Seiten. Die Wertschätzungsrunde sollte freiwillig erfolgen – sie wirkt am besten, wenn sie vom Herzen kommt. Sie kann nach einer Einigung als Versöhnungsritual dienen oder zwischendrin, wenn die Mediation droht in völlige Feindseligkeit abzugleiten.
Entkrampfung der Atmosphäre: Erinnerung an positive Eigenschaften des Gegenübers, um Verbundenheit oder wenigstens Respekt wiederherzustellen.