Die Konfliktparteien tauschen im Gespräch die Rollen: Person A spricht für Person B und umgekehrt. Oft wird dazu physisch der Platz getauscht (Stuhlwechsel), um den Effekt zu verstärken. Nun vertritt jeder die Position des anderen, als ob er/sie der andere wäre. Sie bemühen sich, dessen Standpunkt so gut wie möglich darzulegen. Der Mediator unterstützt, falls etwas wichtiges vergessen wird. Anschließend reflektieren beide: „Wie war es, die eigenen Argumente vom Gegenüber vorgetragen zu hören?“. Dieser Rollenwechsel erzeugt häufig Aha-Erlebnisse: Man erkennt, wie die eigene Haltung auf den anderen wirkt, und entwickelt mehr Verständnis.
Empathie radikal fördern: eigene Argumente aus Sicht der Gegenseite hören. Verständnis, wie man selbst auf den anderen wirkt.