Der Mediator zeichnet eine Landkarte des Konflikts: Alle relevanten Parteien (Personen, Gruppen) werden als Kreise oder Namen notiert, Beziehungen und Konfliktlinien mit Pfeilen/Verbindungen markiert. Zusätzlich trägt man die strittigen Themen oder Ressourcen an den Verbindungsstellen ein. So entsteht ein visuelles Konfliktbild, das alle sehen. Diese Landkarte zeigt z. B., dass ein Familienkonflikt nicht nur Eltern und Kinder betrifft, sondern auch Großeltern, neue Partner etc., oder dass im Firmenkonflikt mehrere Abteilungen involviert sind. Durch die gemeinsame Betrachtung verstehen alle die Vielschichtigkeit besser. Oft erkennen die Parteien: „Oh, daher kommt also zusätzlicher Druck“. Die Konfliktlandkarte dient anschließend als Orientierung, welche Aspekte der Reihe nach bearbeitet werden sollen.
Überblick über alle Konfliktfaktoren und Beteiligten schaffen. Struktur in vielschichtige Konflikte bringen.