Bei Bedarf schlagen Mediator und Parteien gemeinsam vor, einen neutralen Experten hinzuzuziehen – etwa einen Gutachter (für technische Fragen), Steuerberater (bei finanziellen Streitpunkten) oder Kinderpsychologen (bei Sorgerechtsfragen). Die Rolle des Experten wird klar umrissen: Er liefert sachliche Einschätzungen, entscheidet aber nichts. Zum Beispiel erläutert ein Bausachverständiger den Zustand einer strittigen Immobilie, wenn dies zwischen den Parteien kontrovers gesehen wird. Durch die gemeinsam beauftragte Expertise fühlen sich beide Seiten ernstgenommen und erhalten eine verlässliche Grundlage. Wichtig ist, dass beide Parteien dem Experten vertrauen und die Kostenfrage geklärt ist. Der Experte kann entweder während einer Mediationssitzung angehört werden oder schriftlich Bericht erstatten. Sein Input fließt dann in die Lösungsfindung ein (z. B. realistischer Wert eines Hauses für einen fairen Vergleich).
Objektive Fachinformation in den Prozess einbringen, um Meinungsverschiedenheiten über Fakten zu klären. Vertrauensbildung durch neutrale Expertise.